22 weitere Fragen zur Zahnimplantation

Kann man sofort nach Entfernung eines Zahnes ein Implantat setzen?
Der Implantationszeitpunkt variiert zwischen der Sofortimplantation, sofort nach Entfernung des Zahnes, der verzögerten Sofortimplantation nach ca. 8 Wochen und der Spätimplantation nach mehr als 3 Monaten. Die sofortige Implantation hat den Vorteil einer kürzeren Wartezeit und vor allem einer schnelleren Nutzung des noch vorhandenen Knochens, da sich der dünne Knochen des Zahnfaches oft rasant schnell nach der Zahnentfernung abbaut. Diese kann aber nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen. So wird aus Sicherheitsgründen in der Regel 8 bis 12 Wochen nach der Zahnentfernung gewartet. In diesem Zeitraum hat sich aus der Knochenhöhle des entfernten Zahnes neuer funktionstüchtiger Knochen gebildet, in den dann sicher implantiert werden kann.
Wie lange muss nach der Implantation gewartet werden, bis die Prothese bzw. Krone aufgesetzt werden kann?
Hier gibt es Unterschiede in Abhängigkeit von der Lage und Anzahl der Implantate. Eine direkte Versorgung der Implantate durch die Prothese bzw. Kronen ist nur in bestimmten Fällen möglich. Meist wird vor prothetischer Versorgung in der Regel eine Einheilzeit von ca. 3 Monaten abgewartet.
Muss ich mehrmals operiert werden?
Meist reicht ein Eingriff zum Setzen der Implantate. Bei Implantaten, die unter die Schleimhaut gesetzt wurden, muss man diese vor ihrer Belastung von ihrer bedeckenden Schleimhaut befreien. Dies geschieht in örtlicher Betäubung und ist im Vergleich zum Setzen der Implantate ein sehr kleiner Eingriff. Nur größere Knochenlagerdefizite, die einen separaten Aufbau des Knochens verlangen erfordern einen zeitlich getrennten Eingriff von der eigentlichen Implantation.
Gibt es ein Höchstalter für Implantat- Patienten?
Nein: Entscheidend ist nicht das nominelle Alter, sondern das biologische Alter. Der Knochenstoffwechsel, auch bei Patienten, die ein Lebensalter von 80 Jahren erreicht haben reicht in der Regel aus, um das Anwachsen der Implantate zu ermöglichen.
Ich habe Osteoporose, kann man dann noch Implantate setzen?
Osteoporose ist kein generelles Ausschlusskriterium für Implantate. Die letztendliche Entscheidung kann erst nach eingehender Untersuchung im Einzelfall getroffen werden.
Mein Kiefer ist schon stark geschwunden. Gehen dann noch Implantate?
Für einen sicheren Langzeiterfolg sollte der Kiefer in der Regel eine Breite von mindestens 5 mm und eine Höhe von 10 mm haben. Die Kieferhöhe und -breite lässt sich durch eine Panoramaröntgenaufnahme und ggf. eine dreidimensionale Volumenaufnahme bestimmen. Sollte nicht genug Knochen vorhanden sein, so ist ein Knochenaufbau möglich. Zum Knochenaufbau verwendet man, je nach der benötigten Menge: Knochenspäne aus dem Bohrloch des Implantates, Knochen aus anderen Regionen des Kiefers wie z.B. der Weisheitszahnregion oder bei größerem Bedarf auch aus dem Hüftknochen. Alternativ kommen rein synthetische oder tierische Ersatzmaterialien zur Anwendung. Volumendefizite unterhalb der Kieferhöhle können auch aufgebaut werden (der sogenannte Sinuslift), um Implantate im Oberkieferseitenzahngebiet zu ermöglichen.
Kann man auch bei Kindern und Jugendlichen Implantate setzen?
Das Setzen von Implantaten bei Jugendlichen wird zur Unterstützung einer Zahnregulierung durchgeführt. Die Implantate im Gaumen oder hinter der Zahnreihe können eine aufwendigere Apparatur ersetzen. Jedoch ist der Ersatz von verlorengegangenen Zähnen bei Jugendlichen durch Implantate wegen des noch nicht abgeschlossenen Kieferwachstums problematisch. Der Kiefer um ein Implantat wächst nicht normal weiter. Daher sollen Implantate erst nach den Wachstumsschüben gesetzt werden.
Muss ich für Implantate ganz gesund sein?
Nein, es gibt jedoch Erkrankungen die ein höheres Risiko für einen Langzeiterfolg darstellen. Dazu gehören z.B. Zuckerkrankheit, bei der Tabletten nicht ausreichen, Blutkrebs, Zustand nach Kieferbestrahlung und schwere Herz-Kreislauferkrankungen. Im Einzelfall erfolgt eine genaue Abschätzung des Risikos nach Rücksprache mit dem Hausarzt. Jedes Mal muss man eine Risiko-Nutzen-Abwägung durchführen. So wird ein Patient, der wegen eines Magen-Darmkrebs eine Chemotherapie erhielt, trotzdem nicht von der Implantation ausgeschlossen werden, da der Magen-Darm-Trakt ballaststoffreiche Kost benötigt. In solchen Fällen wird die Abwägung Vorteile-Nachteile immer im Dreieck Patient-Hausarzt-Implantologe erfolgen.
Wie oft muss ich nach einer Implantation zur Kontrolluntersuchung?
Regelmäßige Untersuchungen der Implantate sind dringend geboten, da Frühstadien von eventuellen Entzündungen viel einfacher zu behandeln sind. Zudem können schwere Entzündungen auch zu Knochenabbau führen und damit zum Implantatverlust. Nach prothetischer Versorgung wird der Implantologe mit Ihnen einen sinnvollen Kontrollintervall festlegen.
Sieht eine Implantatkrone genau aus wie der natürliche Zahn?
Entscheidend für ein ansprechendes Aussehen ist neben der weißen Ästhetik (Zahnkrone bzw. Prothesenzahn) die rote Ästhetik (Zahnfleisch bzw. künstliches Prothesenzahnfleisch). Abhängig von der individuellen Situation wird Ihnen ein erfahrener Implantologe Möglichkeiten, aber auch Grenzen des Machbaren aufzeigen. Häufig kommen Eingriffe zum Einsatz, um die Gewebe um das Implantat zu verdicken und somit stabiler gegen mechanische und bakterielle Einflüsse zu machen. Die Fachwelt ist sich heutzutage darüber einig, dass eine stabile Situation in den Weichgeweben um das Implantat für einen Langzeiterfolg unverzichtbar ist.
Welche Vorteile hat ein Zahnimplantat gegenüber einer herkömmlichen Brücke oder einer herausnehmbaren Prothese?
Einer der größten Vorteile eines implantatgetragenen Zahnersatzes: Gesunde Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden, wie dies bei einer konventionellen Prothetik (Brücke) der Fall ist. Außerdem wirkt ein Implantat dem weiteren Knochenabbau bzw. einer Überlastung der Nachbarzähne sowie deren Folgeschäden entgegen. Denn ein Zahnimplantat wird in den Kieferknochen eingesetzt, dadurch werden die Kaukräfte über den Knochen und nicht über die Schleimhaut geleitet – genauso, wie bei einem natürlichen Zahn. Wird eine ganze Prothese (Zahnreihe) auf Implantaten befestigt, so kann diese nicht verrutschen und der Gaumen bleibt komplett frei. Das ermöglicht einen sicheren, festen Biss ohne jegliche Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens. Ein Zahnersatz auf Implantaten fühlt sich außerdem genauso an, wie ein eigener natürlicher Zahn und er sieht auch so aus.
Kommen Implantate auch bei vollständiger Zahnlosigkeit infrage?
Ja! Man kann einen komplett zahnlosen Kiefer mit einer vollständigen Zahnreihe versorgen, die auf wenigen Implantaten fest verankert wird. Meist reichen 4 Implantate pro Kiefer dafür aus. Dies ist sogar mit nur einer einzigen Operation möglich. Um ein Implantat langfristig erfolgreich setzen zu können, sollte genügend Knochensubstanz von ausreichender Qualität vorhanden sein. In vielen Fällen kann jedoch dank der 3D-Diagnostik und der computergestützten Implantatplanung der vorhandene Knochen optimal genutzt werden, so dass eine Implantation auch bei geringem Knochenangebot möglich ist. Ist das Knochenangebot zu gering, so kann häufig der notwendige Knochenaufbau direkt während der Implantation durchgeführt werden. Und auch darüber hinaus gibt es unterschiedliche zahnmedizinische Methoden, mit denen sich auch bei einer zunächst unzureichenden Knochensituation ein ausreichendes Knochenlager herstellen lässt – schonend und schmerzfrei. Fast immer sind diese Methoden minimalinvasiv. Aufwändige und mitunter schmerzhafte Knochenentnahmen, etwa aus dem Beckenkamm, gehören der Vergangenheit an. Ein Spezialist für Implantologie kann durch 3D-Röntgen die Knochensituation sofort beurteilen.
Meine größte Angst sind Schmerzen. Ist das Setzen eines Implantates schmerzhaft?
Nein! Diese Angst können wir Ihnen nehmen. Die Implantation erfolgt in der Regel in der Zahnarztpraxis minimalinvasiv und unter lokaler Betäubung – dieser Eingriff ist schmerzfrei und dauert in der Regel nur ca. 20 Minuten pro Implantat. Dank der zuvor durchgeführten hoch präzisen 3D-Diagnostik werden die wichtigen Nerven und Gefäße nicht verletzt. Bei größeren Eingriffen, etwa wenn mehrere Implantate auf einmal eingesetzt werden, kann die OP auch unter Voll- bzw. Teilnarkose durchgeführt werden. Die Narkose wird von einem professionellen Anästhesisten eingeleitet und überwacht. Auch vor den Folgen der Vollnarkose brauchen Sie sich nicht zu fürchten. Die modernen Narkosemedikamente sind so schonend, dass Übelkeit und andere unangenehme Nachwirkungen so gut wie nie auftreten. Nach dem Eingriff kann es eventuell zu leichten Schwellungen kommen. Doch es treten in der Regel keine Schmerzen auf, die sich nicht mit herkömmlichen Schmerzmedikamenten beheben ließen. Und auch für Angstpatienten gibt es Lösungen.
Wie lange hält ein Zahnimplantat? Muss es irgendwann erneuert werden?
Ein Zahnimplantat kann ein ganzes Leben lang halten. Aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften von Titan und Zirkonoxid (Keramik) altert das Implantat selbst sozusagen nicht. Wichtig für die Erhaltung der Funktionsfähigkeit von Implantat und Implantat getragenem Zahnersatz sind jedoch eine gute Mundhygiene und Pflege. Zur Pflege gehört ein regelmäßiges Prophylaxe-Programm in der Zahnarztpraxis, das speziell auf Zahnimplantate abgestimmt ist. Grundvoraussetzung für einen Langzeiterfolg ist, dass der Eingriff von einem hochqualifizierten Team durchgeführt wird und die Nachsorge gewährleistet ist. Deshalb ist der „Zahntourismus“, also eine Behandlung im Ausland, eher kritisch zu betrachten.
Was kostet ein Implantat bzw. ein implantatgetragene Zahnersatz?
Die Kosten für eine Versorgung mit einem implantatgetragenen Zahnersatz bewegen sich in einer größeren Spanne, da die Behandlung auf die individuelle Situation abgestimmt wird. Davon hängt beispielsweise ab, ob ein Knochenaufbau erforderlich ist, welches Implantatsystem gewählt wird und welches Verfahren zum Einsatz kommt. Generell lässt sich sagen, dass die Kosten für ein Implantat mit Krone inklusive Laborkosten bei ca. 2.250 Euro beginnen. Der genaue Kostenplan wird von Ihrer Zahnarztpraxis nach sorgfältiger zahnmedizinischer und radiologischer Untersuchung erstellt.
Ich nehme ein blutverdünnendes Medikament ein. Ist das ein Problem bei der Versorgung mit einem Zahnimplantat?
Nein. Jedoch sollten Patienten, die Marcumar o.ä. zur Blutverdünnung einnehmen, ihren Quickwert auf über 35% oder ihren INR Wert auf unter 2 einstellen. Im Falle von ASS 100 hängt es von der Art des Eingriffs ab, ob das Medikament weiter eingenommen werden kann oder abgesetzt werden sollte. Plavix hingegen muss meist nicht abgesetzt werden. Ihr Zahnarzt wir Sie darüber genau informieren.
Gibt es eine Altersgrenze für Zahnimplantate?
Nein. Die Versorgung eines Patienten mit einem Implantat ist altersunabhängig und bringt in jedem Alter ein enormes Plus an Lebensqualität, wie es dieser Erfahrungsbericht einer Patientin eindrucksvoll beschreibt. Bei jungen wie bei älteren Menschen müssen dieselben medizinischen Grundvoraussetzungen erfüllt sein, abgesehen davon gibt es keine Altersgrenzen.
Wie reinige und pflege ich meine Implantate?
Grundlegend für die Erhaltung der Funktionsfähigkeit Ihres neuen Zahnersatzes ist die Gesunderhaltung des Umgebungsbereiches. Sobald Sie den Zahnersatz erhalten haben, werden Sie in Ihrer Zahnarztpraxis in die speziell auf die Implantatversorgung abgestimmten Hygienetechniken eingewiesen. Was die Häusliche Zahn- und Implantathygiene anbelangt, gibt es optimal Hilfsmittel, deren Nutzung Ihnen ebenfalls erklärt wird. Zur Pflege gehört außerdem eine regelmäßige Nachbetreuung in der Praxis durch eine ausgebildete Dentalhygienikerin inklusive einer professionellen Zahnreinigung.
Ich trage bereits eine herausnehmbare Prothese. Kann ich immer noch Implantate bekommen?
Die Chancen stehen gut, dass auch Menschen mit herkömmlichen „Dritten“ dank einer festsitzenden Prothese auf Zahnimplantaten wieder mehr Lebensqualität genießen können! Durch Tragen einer herausnehmbaren Prothese bildet sich der Kieferknochen zwar langsam zurück. Doch dank modernster Technologien, wie der dreidimensionalen Röntgendiagnostik mit dem Volumentomographen, kann der Kiefer präzise vermessen werden. Die genaue Positionierung und der Winkel der Implantate kann dann schon im Vorfeld am Computer geplant werden. Zudem gibt es spezielle verkürzte sowie abgewinkelte Implantate, die perfekt auf ein geringeres Knochenangebot abgestimmt sind. In Summe ermöglichen Technologien und Material in vielen Fällen trotz Knochenabbau das Setzen von Zahnimplantaten – auch ohne vorherigen Knochenaufbau.
Werden Implantate von der Krankenkasse bezahlt?
Die Kosten für Implantate werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen. Möglich ist aber oft eine Erstattung in Höhe der Regelversorgung für Zahnersatz. Allerdings haben auch gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung abzuschließen, mit der dann ein Teil der Kosten abgerechnet werden kann. Die Prämienhöhe ist vom Umfang der Versicherung abhängig. Unser Tipp: Unter www.waizmanntabelle.de erhalten Sie einen umfassenden Vergleich zu allen wichtigen Zahnzusatzversicherungen und Hilfe bei der Suche nach dem für Sie geeigneten Produkt. Wir sind Ihnen gerne mit der Erstellung einer Ratenzahlungsvereinbarung behilflich, in dem auch Ihre persönliche finanzielle Situation berücksichtigt wird.

"Watt zählt, iss auf´m Platz"

Nichts aber liegt uns mehr am Herzen, als glückliche Patienten, die unsere Behandlung in bester Erinnerung haben und deren Lebensqualität wir nachhaltig verbessern konnten.

Hochwertiger Zahnersatz ist eine sehr emotionale Angelegenheit, nicht selten fließen Tränen des Glücks. Daher haben wir ein Praxisgespräch mit unserem Patienten Heinz-Jürgen Artsaufgezeichnet. Seine nachfolgenden Worte sollen Implantat-Intersessierten helfen, Zweifel und Ängste abzubauen.

Gerne klären zu allen Aspekten implantologischer Eingriffe auf.

Warum Implantate?

Implantate sind das Thema in der Zahnheilkunde und gelten heute als erste Alternative beim Verlust von Zähnen. Der Ersatz einer Zahnwurzel durch ein Implantat bietet sowohl von der Stabilität als auch der Ästhetik und der Schonung der Nachbarzähne die beste Alternative zur Brücke und zur (Teil-) Prothese.

Was sind Implantate?

Implantate sind industriell hergestellte Körper, die zum Ersatz der natürlichen Zähne bzw. Zahnwurzeln dienen. Sie bestehen aus dem äußerst gewebefreundlichen Material Titan und sind oft noch mit zusätzlichen Beschichtungen versehen, um eine bessere Einheilung im Kieferknochen zu erreichen. Allergische Reaktionen gegen Titan sind bisher nicht bekannt.

Die Implantate haben die Form von Schrauben und sind 6 - 20 mm lang bei einem Durchmesser zwischen 2 und 5 mm.

Auf diesen Implantaten kann je nach Situation und Anzahl der Implantate festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz befestigt werden. Die Implantate dienen also zum Ersatz von verlorengegangenen natürlichen Zähnen.

Wie funktioniert die Implantat-Behandlung?

Sicher gibt es keinen gleichwertigen Ersatz für das, was die Natur geschaffen hat. Dank der Fortschritte in der modernen Zahnheilkunde kann aber implantatgetragener Zahnersatz eine gestörte Kaufunktion oder auch Ästhetik vollständig wiederherstellen. Nachfolgend geben wir Ihnen einige Informationen zur Implantat-Behandlung. Sie können auch unsere Aufklärungsbögen zur Implantation und zum Knochenaufbau hier herunterladen.

Einzelzahnersatz

Der unfallbedingte Verlust eines Schneidezahnes ist ein häufiger Grund für eine Einzelzahnimplantation als Alternative zur konventionellen Brückenversorgung. Aber auch der Verlust eines Front- oder Seitenzahnes durch Karies oder Parodontitis kann durch eine Implantation an dieser Stelle ausgeglichen werden. Dabei können die gesunden Nachbarzähne geschont werden, die bei Anfertigung einer Brücke beschliffen werden müssten.

Freiendsituation

 Wenn im hinteren Bereich einer Kieferhälfte kein Zahn zur Verankerung einer Brücke mehr zur Verfügung steht, kommt oft die Implantation als einzige Alternative zum herausnehmbaren Zahnersatz zur Anwendung. Auf Implantaten kann dann ein Kronenblock oder eine Brücke als festsitzender Zahnersatz eingegliedert werden.

Große Zahnlücken

Bei Zahnlücken von mehr als zwei fehlenden Zähnen ist es wegen der großen Kaubelastung oft statisch ungünstig, eine festsitzende Brücke einzugliedern. Die Implantation von einem oder mehreren Implantaten führt zu Situationen, die einfacher festsitzend zu versorgen sind. So lässt sich auch häufig die Anfertigung von herausnehmbaren Teilprothesen vermeiden.

Der zahnlose Kiefer

Im zahnlosen Kiefer wird vom Patienten oft die mangelnde Haftung der Vollprothesen beklagt. Da es beim jahrelangen Tragen von herausnehmbarem Zahnersatz zu einem Abbau des Kiefers kommen kann, müssen die Prothesen mehrfach unterfüttert werden. Schließlich ist keine Möglichkeit mehr vorhanden, um eine genügende Saugfähigkeit der Prothesen auf der Schleimhautunterlage zu erreichen. Hier hilft die Implantation von mindestens 2, besser 4 Implantaten und die Verankerung der Prothese an diesen. Die Prothese bleibt herausnehmbar, hat aber jetzt einen festen Halt. Natürlich kann eine völlig zahnlose Situation durch Einbringen von mindestens 8 oder mehr Implantaten in eine festsitzende Versorgung umgewandelt werden.

Chronologisches Vorgehen

Nach der Untersuchung durch den Zahnarzt ist die Anfertigung von Röntgenbildern zur Beurteilung des vorhandenen Knochenangebotes unbedingt notwendig. Auch sollten Modelle der Kiefer angefertigt werden. Wenn sich herausstellt, dass eine Operation von zahnärztlich-chirurgischer und allgemeinmedizinischer Seite möglich ist, muss zunächst die Kostenfrage geklärt werden, da das Einbringen von dentalen Implantaten und die prothetische Versorgung zwar von den gesetzlichen Krankenkassen im gleichen Rahmen wie eine Brücke oder Prothese bezuschusst wird, aber für den Patienten ein Eigenanteil verbleibt. Wenn dieser Punkt geklärt ist, folgt die eigentliche Operation. Diese wird als ambulanter Eingriff in Lokalanästhesie durchgeführt, bei größeren Behandlungen ist auch eine Vollnarkose möglich. Nach dem Eingriff sollte das Implantat unter der wieder verschlossenen Schleimhaut einheilen. Die Einheilphase sollte mindestens 6 Wochen betragen, kann sich aber bei der Notwendigkeit des Knochenaufbaus verlängern.

In bestimmten Fällen kann auch eine Sofortversorgung erfolgen, d. h. das Implantat wird sofort mit einer provisorischen Krone versorgt. Dadurch vergrößert sich aber das Risiko des Implantatverlustes.

Nach der Einheilung ist dann eine ambulante Freilegung der Implantatköpfe erforderlich. Dieser kleine Eingriff findet immer in Lokalanästhesie statt und schließt normalerweise den chirurgischen Teil der Behandlung ab, wenn keine weitere Operation zur Verbesserung der Schleimhautsituation um die Implantate nötig wird.

Nun folgt die prothetische Versorgung. Diese dauert je nach Situation zwischen zwei und sechs Wochen. Nach Fertigstellung der Arbeit ist jedes halbe Jahr eine Kontrolle und Reinigung der Implantate erforderlich, was für den Langzeiterfolg unbedingt notwendig ist. Die Kosten hierfür werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.

Operation

In örtlicher Betäubung oder Allgemeinnarkose wird das Zahnfleisch im umgebenden Bereich eröffnet und der Knochen freigelegt sowie ggf. geglättet. Es folgt das Schaffen des Schraubenloches im Kochen mit speziellen Bohrern, danach die Einbringung des schraubenförmigen Implantates. Der sichere Sitz wird kontrolliert und die Schleimhaut über oder um das Implantat vernäht. Frühestens nach 7 Tagen können die Fäden entfernt werden. Direkt nach der Operation ist eine Röntgenkontrolle nötig. Sollte nicht genügend Knochen vorhanden sein, kann ein Knochenaufbau notwendig werden. Dies ist aber in den meisten Fällen bereits vorher ersichtlich und wird gesondert mit Ihnen besprochen.

Erfolgsaussichten

Nach der Einheilphase stellt sich heraus, ob das Implantat ordnungsgemäß knöchern umbaut wurde. Eine bindegewebige Umscheidung im Kochen und die daraus folgende Lockerung oder gar eine Entzündung in der Tiefe sind als Misserfolg anzusehen, dieses Implantat muss entfernt werden. Im Normalfall kommt es aber zu einer stabilen knöchernen Einheilung, der sogenannten Osseointegration.

Natürlich können alle schriftlichen Informationen nicht eine Besprechung über Ihre persönliche Situation ersetzen. Wenn Sie sich über Implantate informieren wollen, vereinbaren Sie einen Termin. Bitte geben Sie bei der Terminvereinbarung an, dass Sie eine Implantatberatung wünschen und bringen Sie eventuell von Ihrem Zahnarzt gemachte Röntgenaufnahmen mit. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie selbstverständlich bei uns mit strahlungsarmer digitaler Röntgentechnik geröntgt werden.

Mehr als 10 Zahnimplantat-Systeme im Praxiseinsatz

Wir können Patienten - aber auch dem zahnärztlichen Überweiser für eine Implantation - aus über 10 verschiedenen Systemen Implantate anbieten. Das hat letzten Endes den Vorteil, dass Kollegen, die spezielle Implantat-Systeme gewohnt sind, sich nicht in der späteren Versorgung des Patienten mit Zahnersatz umstellen müssen .Für den Patienten hat es den großen Vorteil, dass wir uns perfekt auf seine jeweilige Knochen- oder Versorgungssituation einstellen können.Patientenkonatkt

Erfahrung trifft Innovation

In den 20 Jahren meiner Tätigkeit als Implantologe habe ich einige Grundsätze für meinen Beruf gewonnen, die mir als wichtige Leitlinie jeder Behandlung dienen.

  • Für Patienten ist ein Zahnimplantat ein sehr wichtiger Schritt für ihre Gesundheit. Daher haben sie einen Anspruch auf die bestmögliche Technik und die Sicherheit, ihr Wohlbefinden in die Hände eines Menschen zu legen, der aus Überzeugung sein bestes gibt.
  • Ich sorge von Anfang an für die größtmögliche Transparenz in allen Behandlungsschritten. Angefangen von einer kostenlosen Erstberatung, über zahlreiche Besprechungstermine, die Durchführung der Implantation bis hin zur Nachsorge verstehe ich mich als Partner an der Seite des Patienten.
  • Ich biete Behandlungsmöglichkeiten an, benenne offen mögliche Vor- und Nachteile und treffe anschließend gemeinsam mit meinem Patienten die Entscheidung für die ein oder die andere Behandlungsform.
  • Zielorientiertes Arbeiten ist mir sehr wichtig, das habe ich aus meinen sportlichen Hobbys in meinen Beruf übernommen. Nur wer seine Ziele kennt, den Weg dorthin mit guten Partnern meistert, steht am Ende mit überzeugenden Ergebnissen da.

PatientinAuf der Basis dieser Überzeugungen behandle ich seit vielen Jahren Patienten aller Altersstufen.Die hohe Erfolgsquote - selbst bei über 90-Jährigen ist diese nachweisbar möglich - bringt mir beruflichen Erfolg und persönlichen Zufriedenheit. Ein Erfolgskonzept, das ich in internationalen Kongressen und Patientenseminaren gerne weitergebe. In meiner Praxis ist übrigens "irgendwann" immer "sofort". Wer seine Gesundheit und Ästhetik in unsere Hände legt, möchte nicht lange warten.Dafür stehen wir mit unserer Terminplanung bereit, jeder Warteliste trotzend.Herzlich willkommen in meiner Zahnarztpraxis,Ihr Harald P. Hüskens


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Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie

(zertifiziert durch BDIZ)

  • BDIZ (Berufsverband der niedergelassenen implantologisch tätigen Zahnärzte)
  • DGZI (Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie)
  • ICOI (International Congress of Oral Implantologists)
  • EAO (European Association for Osseointegration)
  • Member of Leading Implant Centers

Kontakt zur Praxis

Bitte zögern Sie nicht, in der Praxis anzurufen (02825 370) oder mailen Sie uns, wenn Sie weitere Informationen zu Implantaten aus unserer Praxis haben.